Thomas Bernhards Heldenplatz im Spiegel der Presse
 Bernhard_Portrait

Zeittafel zu Leben und Werk

1931 Geboren am 9. Februar in Herleen/Niederlande als Sohn von Herta und Bernhard Zuckerstätter. Seine Mutter ist die Tochter des Schriftstellers Johannes Freumbichler und von Lebensgefährtin Anna Bernhard.
1932 Lebt bei den Großeltern mütterlicherseits in Wien.
1935 Übersiedelung mit den Großeltern nach Seekirchen am Wallersee.
1938 Übersiedelung nach Traunstein/Oberbayern.
1943 - 1945 Besucht das Internat in Salzburg. Nach Kriegsende das Humanistische Staatsgymnasium in Salzburg.
1947 Beginn der kaufmännischen Lehre in Salzburg, die mit der Kaufmannsgehilfenprüfung abgeschlossen wird.
1948 - 1951 Schwere Rippenfellentzündung (Lungentuberkulose), Aufenthalt in mehreren Sanatorien.
1949 Tod des Großvaters am 11. Februar.
1950 Tod der Mutter am 13. Oktober.
1952 Erste literarische Veröffentlichung im Münchner Merkur vom 22.4.1952: das Gedicht: "Mein Weltenstück".
1952 - 1955 Freier Mitarbeiter beim Demokratischen Volksblatt in Salzburg.
1955 - 1957 Besucht die Hochschule für Musik und darstellende Künste Mozarteum in Salzburg.
1957 erscheint die erste Buchpublikation Thomas Bernhards, der Gedichtband Auf der Erde und in der Hölle.
1958 erscheinen zwei weitere Gedichtbände: in hora mortis und Unter dem Eisen des Mondes.
1959 erscheint Die Rosen der Einöde. Fünf Sätze für Ballett, Stimmen und Orchester.
1960 Aufführung mehrerer kurzer Schauspiele.
1963 erscheint die erste Prosa von Thomas Bernhard: Frost.
1964 erscheint die Erzählung Amras; Thomas Bernhard erhält den Julius Campe Preis.
1967 erscheinen Verstörung und der Band Prosa. Thomas Bernhard erhält die Literarische Ehrengabe des Kulturkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie.
1968 erscheint Ungenach. Thomas Bernhard wird ausgezeichnet mit dem Österreichischen Staatspreis und dem Anton Wildgans Preis.
1969 erscheinen Watten. Ein Nachlaß, Ereignisse und die Erzählsammlung An der Baumgrenze.
1970 wird in Hamburg in der Regie von Claus Peymann das erste Theaterstück von Thomas Bernhard aufgeführt: Ein Fest für Boris. Im selben Jahr erscheint der Roman Das Kalkwerk und wird Thomas Bernhard mit dem Georg Büchner Preis ausgezeichnet.
1971 erscheinen der Band Gehen und ein Band mit Erzählungen: Midland in Stilfs.
1972 wird bei den Salzburger Festspielen in der Regie von Claus Peymann das Theaterstück Der Ignorant und der Wahnsinnige uraufgeführt. Er erhält im selben Jahr zwei Auszeichnungen: den Franz Theodor Csokor Preis.
1974 werden die beiden Theaterstücke Die Jagdgesselschaft und Die Macht der Gewohnheit uraufgeführt. Thomas Bernhard erhält den Hannoverschen Dramatikerpreis und den Prix Séguir.
1975 erscheint der erste Band der "autobiographischen" Schriften von Thomas Bernhard: Die Ursache. Eine Andeutung. Zusätzlich werden der Roman Korrektur publiziert und das Theaterstück Der Präsident uraufgeführt.
1976 werden die Theaterstücke Die Berühmten und Minetti uraufgeführt und die Autobiographie Der Keller. Eine Entziehung mit dem zweiten Band fortgesetzt.Er erhält den Literaturpreis der Österreichischen Bundeswirtschaftskammer.
1978 erscheint das Theaterstück Immanuel Kant. Der Stimmenimitator und Ja erscheinen, und die Autobiographie wird mit dem Band Der Atem. Eine Entscheidung fortgesetzt.
1979 werden die beiden Theaterstücke Der Weltverbesserer und Vor dem Ruhestand uraufgeführt. Thomas Bernhard tritt aus der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung aus, nachdem der damalige Bundespräsident Walter Scheel in sie aufgenommen wurde.
1980 erscheinen Die Billigesser.
1981 werden die beiden Theaterstücke Über allen Gipfeln ist Ruh und Am Ziel uraufgeführt. Es erscheint ein weiterer Band der Autobiographie mit dem Titel Die Kälte. Eine Isolation und das 1959/60 in England und Sizilien entstandene Gedicht Ave Vergil.
1982 erscheinen Beton und Wittgensteins Neffe. Eine Freundschaft sowie der autobiographische Band Ein Kind.
1983 erscheint der Band Der Untergeher und wird das Theaterstück Der Schein trügt uraufgeführt.
1984 erscheint Holzfällen. Eine Erregung, das in Österreich aufgrund einer Klage von Gerhard Lampersberger, der sich durch dieses Buch verunglimpft fühlt, per einstweiliger Verfügung beschlagnahmt wird.(Die Klage wird 1985 von Gerhard Lampersberg zurückgezogen.) Im selben Jahr werden Der Theatermacher und und Ritter, Dene, Voss uraufgeführt.
1985 erscheint Alte Meister
1986 wird das Theaterstück Einfach kompliziert uraufgeführt. In diesem Jahr erscheint auch Auslöschung, der letzte Prosatext Thomas Bernhards.
1987 erscheint das Theaterstück Elisabeth II
1988 wird am 4. November, trotz einer österreichweiten Kampagne gegen das Stück, Heldenplatz in Wien in der Regie des Burgtheaterdirektors Claus Peymann uraufgeführt.
1989 erscheint mit dem 1959 entstandenen Text In der Höhe. Rettungsversuch, Unsinn einer der ersten längeren Prosatexte von Thomas Bernhard als sein letztes Buch.
Thomas Bernhard stirbt am 12. Februar 1989, also genau vierzig Jahre und einen Tag nach seinem Großvater, in Gmunden/Oberösterreich.(17)



Zum Literaturverzeichnis


(17) Zusammengestellt aus: Bernhard Sorg, "Thomas Bernhard", Beck, S. 176
Hans Höller, "Thomas Bernhard", Rowohlt, S. 145




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